Gestern war es endlich so weit – ich hatte ein Exemplar des frisch erschienenen Sammelbandes "Offene Bildungsinitiativen. Fallbeispiele, Erfahrungen und Zukunftsszenarien" herausgegeben von Hannah Dürnberger, Sandra Hofhues und Thomas Sporer auf dem Schreibtisch. Zusammen mit Julia Höhl habe ich darin einen Artikel veröffentlicht und freue mich jetzt riesig über mein erstes eigenes Autorenfreiexemplar :)
"MyPaed. Kompetenzentwicklung und Lernchancen in studentischen Bildungsinitiativen" entstand im Anschluss an den Thementisch "Offene Bildungsinitiativen im Hochschulkontext" auf der GMW 09. Der Artikel befasst sich – wie der Titel schon vermuten lässt – mit der Reflexion des Lernprozesses des studentischen Teams im Rahmen des Projektes "MyPaed Meine persönliche Studienumgebung". Im Hinblick auf die Lernprozesse wird der Projektprozess in drei wesentliche Phasen eingeteilt: Konzeptentwicklung, Umsetzung/Realisierung und Öffnung der Plattform. Des Weiteren wird die Kompetenzentwicklung der Teammitglieder anhand einer Einordnung in das Modell informationspädagogischer Kompetenz analysiert. Abschließend wird ein Ausblick auf Übertragbarkeit und Förderungsmöglichkeiten der dargestellten Kompetenzentwicklung gegeben.
Die Publikation steht unter www.waxmann.com/buch2457 als PDF zur Verfügung. Wer die Zeit findet hineinzuschauen findet eine Vielzahl an unterschiedlichen Fallbeispielen, die durch Metareflexionen ergänzt und durch Überblicksartikel gerahmt werden. Als kleinen Anreiz hier der Klappentext:
"Offene Bildungsinitiativen treten an deutschen Hochschulen unter verschiedenen Namen in Erscheinung – man kennt sie als „studentische Projekte“, „selbstorganisierte Studienarbeiten“ oder „universitäre Bottom-up-Initiativen“. Gemeinsam haben sie, dass sie langfristig angelegte und kontinuierliche Prozesse sind. Sie sind weder zeitlich noch räumlich eingegrenzt, gehen häufig über ein ganzes Studium hinaus und werden über mehrere Generationen von Studierenden weitergeführt. Die Mitgestaltung geht meist aus deren Bedürfnissen hervor, wodurch sie zu aktiven Gestaltern ihres Lernraums werden.
Dieses Buch hat sich zum Ziel gesetzt, Beispiele für offene Bildungsinitiativen, welche ein besonderes Potential für die überfachliche Kompetenzentwicklung mit digitalen Medien darstellen, aufzuzeigen sowie die unterschiedlichen Rahmenbedingungen zu thematisieren, mit denen diese Initiativen konfrontiert sind. Der Band richtet sich an ein breites Publikum – vom Studierenden bis zum Prorektor – und setzt sich aus Praxisbeiträgen sowie theoriebasierten Beiträgen zusammen, sodass die Leser zwischen einem praktisch orientierten und einem theoretisch fundierten Zugang wählen können."
An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Hannah, Sandra und Thomas für die unkomplizierte und engagierte Zusammenarbeit! Ich freue mich auf mögliche weitere gemeinsame Projekte.
Ich bin wieder da! Nach langer Abwesenheit bedingt durch Prüfungsphase, Bewerbung und Einarbeiten in meine neue Arbeit, melde ich mich zurück mit einer – mindestens für mich – tollen Nachricht: Meine Magisterarbeit ist online veröffentlicht und für jedermann zugänglich :)
Die Arbeit mit dem Titel "Raum für Bildung. Zum Potenzial virtueller Bildungsräume am Beispiel der Online-Plattform MyPaed" ist über tuprints publiziert und steht unter der creative commons Lizenz BY-NC-ND.
Für die erste Orientierung hier ein kurzer Abstract zum Inhalt: Die heutige hochtechnisierte und informatisierte Gesellschaft ist zu ihrem Fortbestand und innovativer Weiterentwicklung auf selbstbestimmt denkende und handelnde Individuen angewiesen. Diese Fähigkeiten besitzen Menschen allerdings nicht einfach von Geburt an – sie müssen sie erwerben indem sie sich bilden. Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, ob und inwiefern virtuelle Räume Potenziale bieten Menschen bei dieser Entwicklung zu fördern. Hierzu werden zunächst die bildungs- und raumtheoretischen Grundlagen entworfen, sowie grundlegende Potenziale virtueller Räume erarbeitet. Als wesentliche Gestaltungspotenziale des virtuellen Raumes kristallisieren sich dabei die Bedingungsfreiheit, die individuelle Anpassbarkeit, sowie die Möglichkeiten zur dynamischen (Weiter-)entwicklung heraus. Abschließend werden anhand der Online-Plattform „MyPaed“ Möglichkeiten zur Umsetzung der Gestaltungspotenziale im Hinblick auf eine Selbstbestimmung fördernde virtuelle Umgebung aufgezeigt.
Ich wünsche allen Interessierten viel Spaß beim lesen und freue mich jederzeit über Feedback und Anregungen :)
Meine erste GMW Tagung und sicher nicht die letzte – so würde ich meine Eindrücke wohl twittertauglich zusammenfassen. So ganz warm geworden bin ich mit diesem Medium noch nicht, die Dominanz auf der #bel09 bringt mich allerdings dazu, mich nochmal intensiver damit auseinanderzusetzen. Doch dazu später und an anderer Stelle mehr – hier erst mal einige Eindrücke aus 3 spannenden und interessanten Tagen.
Für Julia und mich begann der Montag ungewohnt früh gegen 4:30 Uhr mit der Zugfahrt nach Berlin. Trotz Müdigkeit waren wir beide sehr gespannt, was am Thementisch “Offene Bildungsinitiativen im Hochschulkontext” auf uns zu kommen würde. Welche Teilnehmer und Projekte erwarten uns, wie läuft ein Thementisch ab, was wird wohl von uns erwartet, was können wir beitragen – Fragen über Fragen.
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