Hier war es schon wieder einige Zeit sehr still, weil ich sehr viel (offline) für meine Diss gelesen habe. Jetzt bin ich wieder in einer etwas aktiveren Online-Phase und möchte den Moment nutzen um eine kleine Reihe zu starten, die mir schon länger durch den Kopf geht: subjektive, kleine Reviews zu Tools über die ich gestolpert bin und die mich in irgendeiner Weise beeindruckt haben. Starten möchte ich mit wordle.net.
Ich habe dieses simple und unkomplizierte Tool zur Erstellung von Word Clouds vor kurzem für mich entdeckt. Ich war (und bin) sehr angetan von der Simplizität der Anwendung und den überaus brauchbaren Ergebnissen. Man gibt den gewünschten Text ein und erhält direkt eine Cloud der häufigsten Worte. Das Design lässt sich nach belieben und leicht ändern. Font, Schriftfarbe und Textrichtung können variiert, common words vieler Sprachen ausgeblendet werden. Einige weitere Einstellungsmöglichkeiten erlauben eine relativ individuelle Anpassung der Tags (bspw. kann die Maximalzahl der angezeigten Worte festgelegt werden). Design-Beispiele kann man sich in der Gallery anschauen, wer mag kann aber auch am eigenen Text per random-funktion verschiedene Möglichkeiten ausprobieren. Einziges Manko soweit: die Anordnung der Worte ist willkürlich (prinzipiell wünschenswert) und lässt sich auch durch massive Nutzung der Random-Funktion nicht wieder so herstellen, wie die Version war, die man leider nicht gespeichert hatte.
Speichern kann man die fertige Cloud in der public gallery. Möchte man seine Cloud nicht im Netz publik machen, bleibt nur die Möglichkeit sie als PDF zu "drucken". Zwischenspeichern oder nachträgliches Bearbeiten der Cloud ist leider nicht möglich.
Für diesen Post habe ich eine weitere Funktion ausprobiert und die URL meines Blogs eingegeben, um daraus eine Cloud generieren zu lassen. Das hat leider nicht so gut funktioniert… So schaut sie aus die Cloud (klick um zum Großbild zu gelangen):
Im Vergleich mit meiner Tag Cloud fällt recht schnell auf, dass einige häufig verwendete Begriffe fehlen. Insbesondere der Begriff LaTeX, der wohl leider ausgefiltert wurde. Auch Second Life als häufigster Begriff taucht nicht auf. Sehr schade! Eine Möglichkeit ausgefilterte Begriffe doch "zu erlauben" habe ich leider nicht gefunden.
Anhand der ausgewählten Worte könnte man meinen, dass nur der letzte Artikel als Grundlage für die Cloud verwendet wurde. Das ändert sich auch nicht, wenn ich wordle.net meinen RSS Feed als Quelle geben. Schade eigentlich, denn ansonsten hat mich das Tool restlos überzeugt.
Fazit: sehr empfehlenswertes (kostenloses) Tool, um einfach und schnell eine schöne Cloud zu erstellen. Als Manko empfinde ich das Fehlen wichtiger Worte bei der Auswertung der Worte aus einem Link (wobei das vielleicht bei statischen Seiten besser klappt). Schön wäre, wenn man die Cloud als Bilddatei speichern könnte und wenn es eine Möglichkeit gäbe Clouds zwischenzuspeichern bzw. später weiter zu bearbeiten. Vielleicht kommt ja irgendwann eine personalisierbare (dann vielleicht kostenpflichtige) Version mit den genannten Features?!
Gestern war es endlich so weit – ich hatte ein Exemplar des frisch erschienenen Sammelbandes "Offene Bildungsinitiativen. Fallbeispiele, Erfahrungen und Zukunftsszenarien" herausgegeben von Hannah Dürnberger, Sandra Hofhues und Thomas Sporer auf dem Schreibtisch. Zusammen mit Julia Höhl habe ich darin einen Artikel veröffentlicht und freue mich jetzt riesig über mein erstes eigenes Autorenfreiexemplar :)
"MyPaed. Kompetenzentwicklung und Lernchancen in studentischen Bildungsinitiativen" entstand im Anschluss an den Thementisch "Offene Bildungsinitiativen im Hochschulkontext" auf der GMW 09. Der Artikel befasst sich – wie der Titel schon vermuten lässt – mit der Reflexion des Lernprozesses des studentischen Teams im Rahmen des Projektes "MyPaed Meine persönliche Studienumgebung". Im Hinblick auf die Lernprozesse wird der Projektprozess in drei wesentliche Phasen eingeteilt: Konzeptentwicklung, Umsetzung/Realisierung und Öffnung der Plattform. Des Weiteren wird die Kompetenzentwicklung der Teammitglieder anhand einer Einordnung in das Modell informationspädagogischer Kompetenz analysiert. Abschließend wird ein Ausblick auf Übertragbarkeit und Förderungsmöglichkeiten der dargestellten Kompetenzentwicklung gegeben.
Die Publikation steht unter www.waxmann.com/buch2457 als PDF zur Verfügung. Wer die Zeit findet hineinzuschauen findet eine Vielzahl an unterschiedlichen Fallbeispielen, die durch Metareflexionen ergänzt und durch Überblicksartikel gerahmt werden. Als kleinen Anreiz hier der Klappentext:
"Offene Bildungsinitiativen treten an deutschen Hochschulen unter verschiedenen Namen in Erscheinung – man kennt sie als „studentische Projekte“, „selbstorganisierte Studienarbeiten“ oder „universitäre Bottom-up-Initiativen“. Gemeinsam haben sie, dass sie langfristig angelegte und kontinuierliche Prozesse sind. Sie sind weder zeitlich noch räumlich eingegrenzt, gehen häufig über ein ganzes Studium hinaus und werden über mehrere Generationen von Studierenden weitergeführt. Die Mitgestaltung geht meist aus deren Bedürfnissen hervor, wodurch sie zu aktiven Gestaltern ihres Lernraums werden.
Dieses Buch hat sich zum Ziel gesetzt, Beispiele für offene Bildungsinitiativen, welche ein besonderes Potential für die überfachliche Kompetenzentwicklung mit digitalen Medien darstellen, aufzuzeigen sowie die unterschiedlichen Rahmenbedingungen zu thematisieren, mit denen diese Initiativen konfrontiert sind. Der Band richtet sich an ein breites Publikum – vom Studierenden bis zum Prorektor – und setzt sich aus Praxisbeiträgen sowie theoriebasierten Beiträgen zusammen, sodass die Leser zwischen einem praktisch orientierten und einem theoretisch fundierten Zugang wählen können."
An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Hannah, Sandra und Thomas für die unkomplizierte und engagierte Zusammenarbeit! Ich freue mich auf mögliche weitere gemeinsame Projekte.
Ich bin wieder da! Nach langer Abwesenheit bedingt durch Prüfungsphase, Bewerbung und Einarbeiten in meine neue Arbeit, melde ich mich zurück mit einer – mindestens für mich – tollen Nachricht: Meine Magisterarbeit ist online veröffentlicht und für jedermann zugänglich :)
Die Arbeit mit dem Titel "Raum für Bildung. Zum Potenzial virtueller Bildungsräume am Beispiel der Online-Plattform MyPaed" ist über tuprints publiziert und steht unter der creative commons Lizenz BY-NC-ND.
Für die erste Orientierung hier ein kurzer Abstract zum Inhalt: Die heutige hochtechnisierte und informatisierte Gesellschaft ist zu ihrem Fortbestand und innovativer Weiterentwicklung auf selbstbestimmt denkende und handelnde Individuen angewiesen. Diese Fähigkeiten besitzen Menschen allerdings nicht einfach von Geburt an – sie müssen sie erwerben indem sie sich bilden. Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, ob und inwiefern virtuelle Räume Potenziale bieten Menschen bei dieser Entwicklung zu fördern. Hierzu werden zunächst die bildungs- und raumtheoretischen Grundlagen entworfen, sowie grundlegende Potenziale virtueller Räume erarbeitet. Als wesentliche Gestaltungspotenziale des virtuellen Raumes kristallisieren sich dabei die Bedingungsfreiheit, die individuelle Anpassbarkeit, sowie die Möglichkeiten zur dynamischen (Weiter-)entwicklung heraus. Abschließend werden anhand der Online-Plattform „MyPaed“ Möglichkeiten zur Umsetzung der Gestaltungspotenziale im Hinblick auf eine Selbstbestimmung fördernde virtuelle Umgebung aufgezeigt.
Ich wünsche allen Interessierten viel Spaß beim lesen und freue mich jederzeit über Feedback und Anregungen :)
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