Tool review #3: Instapaper, Instachrome & MyBookmarks
Vor einigen Wochen haben sich Antje und Raphael in Twitter über Instapaper ausgetauscht; ein Tool, mit dem man Links, Websites, Artikel etc. ablegen kann, um sie später zu lesen. Mir laufen in meinen Feeds, in Twitter oder beim stöbern im Netz immer wieder interessante Dinge über den Weg, ich habe aber selten Zeit sie mir in dem Moment anzusehen oder zu lesen. Vieles ging daher in Vergessenheit, weil es irgendwo in meinen Delicious-Bookmarks rumliegt und aus dem Blickfeld verschwindet. Mein integriertes biologisches Speichermedium ist ohnehin nicht in der Lage sich den ganzen Wust an Informationen zu merken, der täglich darauf einprasselt. Also verschwinden Dinge, die irgendwo festgehalten wurden oder keine akute Relevanz haben sofort aus dem Fokus. Daher kommt mir ein solches Tool sehr gelegen und ich habe es direkt mal ausprobiert. Und was soll ich sagen, ich bin schwer begeistert von der Einfachheit, Übersichtlichkeit und Praktikabilität :-D
Man legt sich einen Account an, zieht einen "read it later" Button in die Browser und los geht's. Befindet man sich auf einer lesenswerten Webpage, die man sich später ansehen möchte klickt man einfach auf den Button und schon ist die Seite in Instapaper gespeichert. Wenn man möchte kann man dort noch den Titel ändern und eine kurze Zusammenfassung bzw. eine Gedankenstütze hinzufügen. Muss man aber nicht. Meist reicht der automatische Titel zur Wiedererkennung völlig aus. Was geht sonst noch? Man kann gespeicherte Links archivieren (wenn man sie gelesen hat), löschen, teilen, favorisieren (like-Button) und die gespeicherte Webpage als reinen Text anzeigen lassen. Wenn es einmal zu viele gespeicherte Seiten werden, kann man sie auch in Ordnern sortieren. Also im Prinzip alles, was das Herz begehrt. Nur eine Möglichkeit eine Seite wieder zu "disliken" habe ich nicht gefunden. Macht im Prinzip auch wenig Sinn, wenn man – so wie ich – aber einfach nur die Funktion mal testen möchte…. Naja, was immer geht ist natürlich löschen und wieder speichern, ohne den like-Button zu klicken ;-)
So weit so gut. Man kann dieses Tool aber auch noch mit anderen kombinieren und es so noch besser in die täglichen Arbeitsabläufe integrieren. Ich habe mir dazu das Chrome-Plugin Instachrome installiert, die einige für mich nützliche Zusatzfeatures hat. Aus dem "read later" Button wird dann ein Button mit Menüfunktion. Damit hat man direkten Zugriff auf die Funktionen Read later & Text View, sowie auf die Unread Items, Starred Items, Archieved Items und natürlich die Einstellungen des Tools. Ich finde es sehr praktisch darauf von überall aus zugreifen zu können und nicht erst auf die Instapaper-Seite gehen zu müssen. Insbesondere den Text View finde ich eine massive Erleichterung für meine Augen und meine Konzentration. Diesen gibt es auch mit anderen Erweiterungen/Tools, aber wo er schon mal so praktisch integriert ist, nutze ich ihn jetzt hierüber.
Raphael hat mich noch auf ein weiteres Tool aufmerksam gemacht: MyBookmarks. Einmal installiert bleibt es als Icon in der Menüleiste meines MacBooks. Wenn man möchte, kann man seinen Instapaper-Account angeben und einstellen, dass in MyBookmarks eingefügte Links direkt dort gespeichert werden. So kann ich Links, z.B. aus meinem Twitter-Client, auf das Icon ziehen und sie werden direkt zu Instapaper hinzugefügt. Jeden interessanten Link erst mal im Browser zu öffnen, um ihn zu speichern entfällt damit. Perfekt für mich :-)
Alles in allem kann ich sagen, dass ich mit dieser Dreierkombi sehr zufrieden bin und mir schon nach wenigen Wochen eigentlich nicht mehr vorstellen kann, wie es einmal ohne ging. Negative Aspekte sind mir bisher noch nicht begegnet, muss ja auch nicht immer sein. Das einzige, was definitiv noch einer Optimierung bedarf ist mein Arbeitspensum: wenn einfach keine Lücke bleibt, in der man die gespeicherten Artikel irgendwann lesen kann, nützt es auch nichts zu wissen, dass es sie gibt…
2 Responses to Tool review #3: Instapaper, Instachrome & MyBookmarks
Hinterlasse eine Antwort Antworten abbrechen
latest tweets
AnnaHerbst: RT @mschiefner: Just blogged: Unterstützer gesucht: Einsatz digitaler Medien im Promotionsprozess http://t.co/LzLZQECP
6 days ago from 2headzAnnaHerbst: RT @eteachingorg: Stellenangebot: Akademische/r Mitarbeiter/in an der DHBW Karlsruhe: http://t.co/2sVj9lJ9
1 week ago from webAnnaHerbst: super :) “@nidb: Planung des #NIdB-Treffens am 01.03.2012 ist angelaufen: Wir freuen uns auf einen Einblick in.. http://t.co/yW6R1dSw”
1 week ago from Twitter for MacSeiten






Bei mir ist ein wesentlicher Grund für den Instapaper-Einsatz (neben dem später lesen wollen), dass ich Artikel nicht oder nur selten am Rechner lesen will. Instapaper lässt dir nicht nur die freie Wahl für den Lesezeitpunkt, sondern auch für das Lesegerät. Ich lese meine Artikel bspw. überwiegend unterwegs am iPhone oder abends am iPad.
Ein weiterer nützlicher Aspekt ist, dass viele iOS-Apps es erlauben Instapaper Links hinzuzufügen. Somit kann ich auch dort interessante Links etwa aus Twitter oder einem Podcast meiner Leseliste hinzufügen.
Danke für die Ergänzung :-)
Um am Smartphone zu lesen sind meine Augen zu schlecht und ein iPad habe ich mir noch nicht geleistet, daher entgehen mir solche tollen features immer wieder. Vor allem, wenn ich von den Basis-Funktionen eines Tools schon so begeistert bin.
Die Verknüpfung mit anderen Apps/Tools ist eine super Sache. Zusätzlich zu MyBookmarks habe ich jetzt auch meinen Feedreader (NetNewsWire) mit Instapaper verknüpft. Per Shortcut kann ich jetzt von dort aus interessante (längere) Artikel direkt zu Instapaper senden. Auch dieses Feature ist mir vorher entgangen, weil ich nicht auf die Idee gekommen bin nachzusehen, ob es geht. Mal sehen, was sich in der nächsten Zeit noch an Möglichkeiten auftut…