TUD-Vorlage für LaTeX III (Vor- und Nachteile)
So langsam habe ich mir einen Überblick über die Vorlage geschaffen und bin grade dabei mir zu überlegen, ob ich mich weiter in die Vorlage einarbeite um sie anzupassen, oder ob ich nicht lieber doch eine eigene Vorlage erstellen möchte. Grundfrage dazu ist natürlich: Was will ich denn erreichen?
Worum es mir im wesentlichen geht ist, einen für den Leser der Arbeit angenehm formatierten Text zu erstellen. Formatierungsvorgaben habe ich nicht, d.h. ich muss mich nicht an das corporate design halten und auch sonst bin ich frei in meinen Einstellungen.
Wo liegen die Vorteile bei der corporate design Vorlage?
Ohne großen Aufwand steht ein Grundkonzept, an dem nicht viel geändert werden muss/darf um den Vorgaben zu entsprechen. Wer das TU-design mag wird also auch formal nicht an der Arbeit rummeckern. Außerdem gibt es eine sehr gute Beschreibung der zusätzlichen Optionen und Funktionen, die in der TU-Vorlage enthalten sind. Auf den ersten Blick erscheint es mir so, als hätte ich damit auch ausreichende Formatierungsoptionen zur Verfügung – wenn ich nichts am design an sich verändern möchte. Und ich müsste mir keine Gedanken mehr darum machen, ob die Vorlage denn leserfreundlich ist, da sie ja den Vorgaben der Uni entspricht – das spart Zeit.
Wo liegen die Nachteile?
Ein großes Manko ist, dass nahezu jede Änderung in der Vorlage dem TUD-design wiederspricht. Wenn ich es aber benutze, dann auch druchgängig – eine halb/halb Variante finde ich ziemlich unsinnig. Ich kenne mich nicht so wahnsinnig gut mit den Vorgaben aus, d.h. ich müsste recht viel nachlesen, was erlaubt ist und was nicht – das kostet Zeit, die ich auch für den Inhalt verwenden könnte.
Es sind einige Dinge in der Vorlage, die ich leserunfreundlich finde und daher ändern würde. Am meisten stören mich die Überschriften – die verschiedenen Ebenen sind kaum voneinander zu unterscheiden, außerdem nehmen sie verhältnismäßig viel Platz in Anspruch. Dadurch, dass sie mit zwei Balken hervorgehoben sind lenken sie auch das Auge vom Text ab, das stört den Lesefluss. Dann sind da noch die Seitenumbrüche nach Kapiteln – da muss ich erst mal schauen, wie es bei einem langen Text dann aussieht. Die Seitenränder finde ich zum korrigieren ziemlich ungeeignet, man hat kaum Platz für Anmerkungen. Ebenso der Zeilenabstand. Beides lässt sich leicht ändern – aber entspricht es dann noch den Vorgaben? Der Fußnotenabschnitt sieht gelinde gesagt bescheuert aus, da er über dem ‘Seitenendenstrich’ noch einen ‘Fußnotenabgrenzstrich’ einfügt. Das sieht aus wie gewollt und nicht gekonnt finde ich. Unter den unteren Strich darf aber entsprechend der Vorgabe soweit ich weiß nichts geschrieben werden…
Fazit
Wenn ich mich für die TU-Vorlage entscheiden sollte muss ich mir vorher darüber klar werden, ob ich das dem Leser zumuten kann und möchte – d.h., ob sie leserfreundlich ist oder nicht. Wenn dies der Fall wäre, dann würde ich wahrscheinlich auch nicht mehr viel an den Grundeinstellungen ändern um Zeit und das lästige Nachlesen zu sparen. Wenn ich eine allgemeine Vorlage verwende und sie meinen Ansprüchen gemäß gestalten will muss ich mich noch in LaTeX weiter einarbeiten schätze ich. Es würde mir also Zeit ersparen die TU-Vorlage zu nehmen. Ich persönlich finde sie aber nicht so wahnsinnig leserfreundlich- mal schauen, ob sich meine Ansicht da noch ändert. Im Endeffekt werde ich es aber wohl dem Prüfer überlassen zu entscheiden, was ihm eher zusagt. Nur wenn er keine Prioritäten hat, dann geht die ganze Überlegerei von vorne los ;-)
Bis dahin werde ich aber wohl der Einfachheit halber ohne die TU-Vorlage arbeiten. Nachträglich den Text rüberkopieren ist nicht so viel arbeit denke ich. Für mich zum drüberlesen ist meine derzeitige Vorlage auf jeden Fall angenehmer als die TU-Vorlage, da sie volkommen ohne schnickschnack auskommt und ich mich ganz auf den Text konzentrieren kann.
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