meine Studienarbeit
Das Wiwa (Wiki zum wissenschaftlichen Arbeiten) ist als studentisches Projekt im Seminar “Entwicklung eines E-Learningangebots zum wissenschaftlichen Arbeiten” im Wintersemester 2006/07 enstanden und in den folgenden Semestern weiter ausgebaut, strukturiert, verschönert – kurz verbessert worden. Ich habe im ersten Semester das Seminar als Tutorin begleitet, im zweiten Semester habe ich als “Alter Hase”? teilgenommen und meine Studienarbeit zu Nutzertypen, Nutzungsmustern und Motivation im Wiwa geschrieben. Sie ist noch immer nicht meinen Ansprüchen gerecht geworden – ich betrachte sie nach wie vor als unfertige Arbeit, an der so einiges getan werden könnte. Das ist für einen Wiki-Text nicht weiter tragisch, eher sogar der einzige Zustand in dem sich ein solcher Text jemals befindet – für eine Arbeit mit der im Studium ein Leistungsnachweis erworben werden soll stellt es allerdings schon ein Problem dar.
Zeitliche und nervliche Grenzen haben mich dazu gebracht die Arbeit irgendwann als ‘abgabefertig’ zu definieren. Keine schöne Sache und ich habe es auch nur sehr ungerne gemacht, die Alternative wäre allerdings gewesen die Arbeit gar nicht abzugeben. Also habe ich mich mit dem Hintergedanken ‘irgendwann mache ich weiter und stelle sie fertig’ und der vagen Hoffnung die WiWa Community würde sich an der Arbeit vergreifen dazu entschieden dem Ganzen vorläufig ein Ende zu setzen. Das ist jetzt über ein Jahr her und bis jetzt hat sich beides nicht erfüllt – aber was nicht ist kann ja noch werden…
Das Hauptproblem war eigentlich, dass ich eine statistische Untersuchung machen wollte (und auch gemacht habe) um die Nutzungsmuster im Wiwa zu erfassen, im Grunde genommen aber einfach keine Ahnung hatte was ich da mache. Nicht dass ich mir keine Gedanken zu der Befragung gemacht habe, oder mir keine Grundlagen über qualitative Forschung angeeignet hätte – ich hatte nur einfach vorher nie eine Befragung konzipiert und durchgeführt. Was das alles umfasst und wie viel Arbeit so eine Untersuchung macht, das hatte ich schlicht unterschätzt. Es kam wie nicht anders zu erwarten war zu einigen Problemen: die Erstellung dauerte deutlich länger als geplant, so dass die Durchführung dann in die Semsesterferien fiel; einige Fragen, die wichtig gewesen wären, wurden nicht gestellt; einige hätten anders formuliert sein müssen. Typische Anfängerfehler also, aus denen man zwar hervorragend lernen kann, die einen aber erst mal ziemlich ins schlingern kommen lassen.
Insgesamt hatte ich dann 17 verwertbare Teilnahmen – viel für die Semesterferien, zu wenig für eine annähernd vollständige Erfassung der Nutzertypen. (Die Einteilung der Nutzertypen basiert auf der Motivation der Nutzer) Es haben knapp die Hälfte der Seminarteilnehmer teilgenommen (ca. 40). Eigentlich ein beachtlicher Erfolg, aber dennoch eine Problem, da die Vermutung nahe liegt, dass eher die wenig motivierten Nutzer nicht teilgenommen haben. Ich habe mich dann dazu entschieden trotzdem mit diesen Daten zu arbeiten und eben zu verdeutlichen, dass die Zahlen mit Vorsicht zu genießen sind.
Die Ergebnisse des Fragebogens stehen im Wiwa als Rohdaten zur Verfügung, so dass jeder der möchte damit weiterarbeiten kann. Auch an allen Textabschnitten darf gerne rumgbastelt werden – ich lade jeden der Lust hat herzlich dazu ein das Thema im Wiwa weiterzuentwickeln. Die Arbeit ist in einem Wiki geschrieben worden und darf als Wikiinhalt verstanden werden – als als frei editierbar, solange es der Verbesserung des Inhalts dient :-) Schlimm genug, dass in der Entstehungsphase der Arbeit das Medium Wiki an die Grenzen des sinnvollen gebracht wurde. Einen Text, der nicht von anderen editiert werden darf und der eigentlich linear verlaufen soll schreibt man einfach nicht in einem Wiki – und wenn doch in einem privaten auf das kein anderer Zugriff hat. Für ein öffentliches Wiki, dass sich als kollaborative Arbeitsplattform versteht war das Murks.? Ich habe den Text zwar nachträglich ‘Wiki-tauglich’ gemacht, indem ich den Fließtext in einzelne Seiten ausgelagert habe, aber genau das merkt man auch. Hätte der Text wirklich zum Medium passen sollen hätte ich anders herangehen müssen – auch das habe ich aus der Arbeit gelernt.
Insgesamt muss ich sagen hat mich diese Arbeit sehr viel weitergebracht. Ich habe eine Menge mitgenommen – weniger inhaltlich als durch das Ganze drum herum. Insbesondere im Bezug auf meine Selbsteinschätzung und Selbstmotivierung hat mich diese Arbeit um einiges vorangebracht, aber auch aus der statistischen Erhebung und im Umgang mit Wikis habe ich denke ich Fortschritte gemacht. Ich kann es nur empfehlen zur Abwechslung mal in einem ungewohnten Medium und/oder Themengebiet zu arbeiten :-)
tags
Artikel bibTeX Bildungsinitiative blog collaboration design e-learning E-Mail GMW Grafik Interview Kommunikation Kompetenz LaTeX Lesen Mac Magisterarbeit Mailclient MyPaed plugin Projekt Publikation Raum read later Second Life Software studienarbeit Tag Cloud Tagung tasks theme tool Uni wiwa workflowlatest tweets
AnnaHerbst: RT @pheraph: Sturm auf den Elfenbeinturm - Wie iPad, YouTube und das Internet die Wissenschaft verändern: http://t.co/bV22lVIw #fb
21 hours ago from Tweetbot for iOSAnnaHerbst: #Diss Literatur: Lernen und Lehren - aus "subjektwissenschaftlicher Perspektive": Peter Faulstich, and Joachim ... http://t.co/wgpyVuc6
3 days ago from twitterfeedAnnaHerbst: RT @Antje: Hinweis Neuerscheinung: Kollegialität und Kooperation in der Schule. Theoretische Konzepte und empirische Befunde. Hrsg. E. Baum u. A. 2012
4 days ago from webSeiten





